Vertragsnaturschutz

Ziegen, Esel und Maschinen

Vertragsnaturschutz ist ist ein Instrument zur Umsetzung der Ziele aus den NATURA2000-Managementplanungen und dem Pflege- und Entwicklungsplan des Naturparkes.

Rund 40 Ziegen, 10 Esel und 250 Schafe beweiden im Naturpark spezielle Lebensräume wie Trocken- und Halbtrockenrasen oder Frischweiden, die sonst mit Gehölzen und Hochstauden schnell zuwachsen würden. Zum Beispiel der Güldenhofer Züchter Reinhard Brehe lässt jedes Jahr im Juli/August eine ehemalige Kiesgrube bei Rheinsberg durch seine buntgemischte Zickentruppe pflegen. Später stehen die vierbeinigen Landschaftspfleger auf dem Wallberg in Menz und in Feldgrieben.

Jede Tierart greift aufgrund unterschiedlicher Vorlieben, eines anderen Stoffwechsels und ihres Gewichtes auch anders in die Biotope ein. So lassen sich ungewollte Gehölzaustriebe durch die Beweidung sehr gut zurückdrängen. Am Zechower Berg konnten beispielsweise die stark verfilzte Grasnarbe eines Halbtrockenrasens für bestimmte Arten, u.a. das Federgras, geöffnet werden. Hier kommen die Esel von Steffen Schindel zum Einsatz. Sonst sind sie als Helfer, Träger und Kontaktpersonen beim „animal trekking“ dieses Natur- und Landschaftsführers unterwegs, jetzt erhalten sie die Kulturlandschaft.

Technik wird dort eingesetzt, wo es für solche Tierarten zu nass oder zu großflächig wird. So kommen in jedem Jahr einige Hektar Feuchtwiese unter den Balkenmäher. Die artenreichen und hochsensiblen Lebensräume werden durch den Landschaftspflegeverein „Norduckermärkische Seenlandschaft“ e.V. gemäht. Dabei steht, wie auch bei den tierischen Landschaftspflegern, die Entnahme von Nährstoffen im Vordergrund.

Verträge mit Landnutzern werden auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift zum Vertragsnaturschutz abgeschlossen.

 

 

Ziegen als Landschaftspfleger
Esel am Zechower Berg